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Pedographie


Kern der Untersuchung ist die Analyse der Fußdruckverteilung in der Statik und Dynamik. Bei vorghandener Indikation sorgt die Pedographie dass Abrollverhalten und die Dynamik des Fußes für eine massgenaue Anfertigung von Einlagen zu unterstützen. Orthopäden und Orthopädieschuhmacher nutzen mittlerweile die Erkenntnisse direkt in die Funktion einer Einlage einzubringen.

Was wird exakt bei dieser dynamischen Untersuchung diagnostiziert?

Blickwinkel der Diagnostik sind Veränderungen des Fußgewölbes, des Abrollverhaltens bei orthopädisch-chirurgischen Indikationen sowie die Auswirkungen von muskulärer Schwächen. Zudem bildet die Pedographie das klinische Bild des diabetischen Fußes der plantaren Druckverteilungsmessung ab und wird zur Versorgung heute als wichtiges Messinstrument eingesetzt.

Für die Einlagenversorgung im Sport oder für Berufe nichtsitzender Tätigkeit können im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wie dem Blauabdruck oder dem Trittschaum mittels elektronischer Pedographiesysteme nicht nur die statische plantare Belastung des Fußes im Stehen, sondern auch die dynamische Belastungsverteilung während des Gehens erfasst werden.

Anhand der Pedographie sind wir in der Lage, die auf den Fuß unmittelbar einwirkende vertikale Bodenreaktionskraft lokal aufzulösen und zeitlich und quantitativ einzelnen Fußregionen oder Fußskelettstrukturen zuzuordnen.

Untersuchungen zeigen, dass sich das plantare Druckverteilungsmuster im Stand von dem des Ganges erheblich unterscheidet. Die Druckspitzen im Stehen fallen sehr viel kleiner aus und treten bei einer gesunden Fußanatomie unter der Ferse, dem 4./5. Mittelfußkopf und dem Grundgelenk der Großzehe auf.

Beim Abrollvorgang treten in Abhängigkeit von der Ganggeschwindigkeit weit höhere Belastungen auf. Hier erfahren die Ferse und der 2. und 3. Mittelfußkopf die größte Belastung.

Weiterhin ist die Kenntnis über den Verlauf der Ganglinien für klinische Fragestellungen nicht unerheblich. Weist dieser eine Medialisierung, Lateralisierung oder einen Bruch des charakteristischen Verlaufs (Instabilität) auf, können Überlastungsbeschwerden an Ansatzstellen von Sehnen und Bändern auftreten, Knorpelflächen einer frühzeitigen Alterung unterliegen und physiologische muskuläre Dysbalancen entstehen.

Diese Veränderungen machen sich nicht nur im Bereich des Fußes bemerkbar, sondern können auch in anderen Gelenken des Bewegungsapparates zu Beschwerden führen.


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